Ludwig Heinrich Jungnickel drei Paneele um 1909

Ludwig Heinrich Jungnickel drei Paneele um 1909
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Der deutsch-österreichische Maler Ludwig Heinrich Jungnickel brillierte bereits als Jugendlicher mit seinem außergewöhnlichen Talent und besuchte die Münchener und die Wiener Kunstakademien. Später arbeitete er für die Wiener Werkstätte, für die er mehrere Designs für unterschiedliche Gegenstände lieferte, vornehmlich für Stoffe, Teppiche und Tapeten.

Sein bedeutendster Auftrag aus dieser Zeit war die Mitarbeit an der Ausgestaltung des berühmten Palais Stoclet in Brüssel. An diesem ikonischen Bauwerk arbeiteten die wichtigsten österreichischen Künstler dieser Zeit, darunter Gustav Klimt, Josef Hoffmann und Michael Powolny. Ludwig Heinrich Jungnickel entwarf in dem Palais einen umlaufenden Wandfries für das Kinderzimmer. Dieser stellt eine mystische Waldlandschaft mit exotischen Tieren dar. Unsere drei Paneele, die ursprünglich in einem Paravent verbunden waren, gehen höchstwahrscheinlich auf einen Entwurf für das Palais Stoclet zurück, der vermutlich um 1908-9 ausgeführt wurde, bereits vor der Fertigstellung des Gebäudes im Jahr 1911. Peter Weber zufolge, dem Nachlassverwalter des Künstlers, wurden die Paneele als Einzelstück unter der Aufsticht Jungnickels angefertigt. Die Farbe wurde wahrscheinlich im Holz-, Model- oder Rolldruckverfahren auf das Papier aufgebracht. Anschließend wurden manche Details von Jungnickel per Hand eingefügt und übermalt; ein Umstand, der ganz typisch für die Arbeitsweise des Künstlers war.

Die Entwurfszeichnung wurde in einem Artikel von Berta Zuckerkandel im zeitgenössischen Magazin „Deutschen Kunst und Dekoration“ von 1913 publiziert. Dieser Fries steht am Anfang Jungnickels Karriere als Tierzeichner. Im Jahr 1909 publizierte er eine Serie von Farbholzschnitten von Tieren aus dem Tiergarten Schönbrunn und setzte somit einen Meilenstein in seinen weiteren Schaffen. So eine frühe Arbeit, wie diese drei Paneele, ist eine wahre Seltenheit und lässt die Entwicklung seiner Kunst zurückverfolgen. Die Verbindung zum Palais Stoclet, das sich nach wie vor in Privatbesitzt befindet und nicht öffentlich zugänglich ist, erhebt dieses Werk zu einer außergewöhnlichen Rarität.

Lit: Ilse Spielvogel-Bodo, Ludwig Heinrich Jungnickel. Wunsiedel 1881-1965 Wien. Ein Leben für die Kunst, Johannes Heyn Verl., S. 355

Höhe 182,5 cm
Breite 61 cm (2 Paneele) bzw. 69 cm (1 Paneel)
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