Zeitleiste

1910-1915

Filiale in Berlin und erste Auslagerungen

Im Jahr 1910 wurde in Berlin eine Filiale der Wiener Werkstätte gegründet. Geschäftsführer waren Fritz Waerndorfer und der Darmstädter Kaufmann Gustav Stade.bronzit_glaeser_hoffmann Stade stellte mit 50.000 Mark die Hälfte des Stammkapitals der Zweigstelle, die WW mit 50.000 Mark an Kunstgegenstände stellte die andere Hälfte. Die Zweiggesellschaft wurde 1914 von der gegründeten „Betriebsgesellschaft m. b. H. der Wiener Werkstätte Productivegenossenschaft für Gegenstände des Kunstgewerbes“ nicht weitergeführt. 1917 erteilte Gustav Stade aber nachwievor Aufträge. Bis circa 1910 bekam die WW ihre Glaserzeugnisse über die Fa. Bakalowwits & Söhne in Wien. Diese Wiederum bezog ihre Waren aus Böhmen, vornehmlich von der Firma Meyr’s Neffe. Im selben Jahr erhielt die WW die Konzession für Elektrotechnik. Erst ab diesem Jahr wurden erste Beleuchtungskörper erzeugt. 1911 wurden außerdem die Puppen von Marion Kaulitz über die WW vertrieben und die Firma Josef Souval erzeugte für die WW Arbeiten aus Kupfer und Email, unter anderem 46 Gürtelschnallen. Egon Schiele entwarf im selben Jahr Postkarten für die WW. Weiters begann im Jahr 1910 die Zusammenarbeit mit Josef Böck.